Lippe

Die Lippe streift das Ruhrgebiet im Norden und schlängelt sich in teilweise malerischer Landschaft in Richtung Rhein. Der Nachteil an den landschaftlichen so reizvoll wirkenden Gewässerabschnitten ist die schwere Uferzugänglichkeit. Weidezäune sind dabei im Vergleich zu den zum Teil sehr steilen Ufern eher das kleinere Problem. Wenn man aber etwas sportlichen Ehrgeiz besitzt und bereit ist sich eine geeignete Stelle zu suchen, kann man einen herrlichen Angeltag erleben.

Die Lippe weist einen ganz passablen Hecht- und Zanderbestand auf, so dass man sowohl beim Spinnfischen, als auch mit Köderfischgrundmontage erfolgreich sein kann. Für Spinnangler kann ein Angeltag allerdings sehr kostspielig werden. Viele überhängende Bäume und zahlreiche Hindernisse im Wasser, lassen manchmal den Kunsködervorrat rasch schrumpfen. Beim Angeln mit totem Köderfisch empfiehlt es sich dem Köderfisch Auftrieb zu verleihen und an einem etwa 1m langen Vorfach in der Strömung anzubieten. Somit wirkt der Köderfisch sehr lebendig und der Köder ist gleichzeitig einigermaßen vor den Krabben sicher.

Karpfenangler sollten ihre Köder in Ufernähe anbieten. Kehrwasser und Vertiefungen sind hierbei besonders interessant. Boilies aus Kunststoff haben sich aufgrund der vielen Krabben bewährt.

Auch Fliegenfischer bekommen ihre Chance an der Lippe. Neben Barsch und Döbel mit dem Streamer, besteht auch immer die Chance eine schöne Barbe beim Nymphenfischen zu erbeuten. Gerade in langezogenen Kurven haben sich flache Bereiche gebildet, die es bei entsprechenden Wasserstand erlauben 5- 10 m in den Fluss hinein zu waten.