Ostwind Und Kaum Fisch
Daenemark, März 2011
Grobi informierte im 2 Stunden Takt über die aktuelle Wetterlage in Dänemark. „Mist, zu kalt…noch minus 2 Grad. Der See ist bestimmt noch zugefroren“.
Dies war nicht wirklich abwegig, wenn man die Temperaturen der vergangen Wochen betrachtete.
Es sollte mal wieder, noch kurz vor Beginn der Hechtschonzeit, nach Dänemark gehen. Die Ködertaschen waren voll und Endinio, „Die Boddenlegende“, Grobi und meine Wenigkeit waren guter Dinge. Im Gegensatz zu unseren vorangegangenen Touren gab es allerdings noch einige Hindernisse. Zusammengefasst: wir hatten kein Boot, keine Erlaubnisscheine und die Eisfrage war auch noch nicht geklärt. Zuerst die gute Nachricht. Der See war fast zu 100% eisfrei. Bis auf einige Buchten war alles zu befischen. Die Bootbeschaffung lies sich mit geringem Aufwand ( 50 € und eine Flasche Schnaps) unter Zuhilfenahme eines ansässigen Bauern recht rasch klären. Die Sache mit den Erlaubnisscheinen war hingegen nicht so einfach zu lösen. Die Hiobsbotschaft beim ortsansässigen Kaufmann, dass es Tageskarten erst ab April gebe, sorgte dann doch für etwas Aufregung. Kurzum…ein dänischer Angelverein ist nun um 4 Mitglieder reicher. „Egal…wir kommen ja wieder. Das rentiert sich schon…Hauptsache fischen“.
Aufgrund der eingangs erwähnten kühlen Temperaturen und des gerade schmelzenden Eis, tendierte die Fischaktivität in den ersten Tagen gegen 0. Nur wenige Hechte und noch wenigere ordentliche Hechte konnten gelandet werden.
Eiskalter Ostwind und Temperaturen nur knapp über null machten es auch uns nicht einfach die Motivation oben zu halten. Während der recht seltenen Sonnenstunden gelang es aber dann doch den einen oder anderen Hecht zu erbeuten.
Am vierten Tag machte dann auch noch unser Boot schlapp. Die Befestigung für die Ruderdollen war bei diesem morschen Kahn herausgebrochen. Gut das jeder ordentliche Bauernhof eine kleine Werkstatt besitzt. Mit einer etwas abenteuerlichen Konstruktion und einer ordentlichen Portion Optimismus hielt das Boot dann auch noch die nächsten drei Tage. Aber auch nur die!
Zusammengefasst war es diesmal eine nicht so ergiebige Tour!
Aber wir kommen im Sommer wieder. Wir sind ja schließlich Vereinsmitglieder.
Dänemark, März 2011



